Austin, TX, US-Studenten sitzen für desegregierte Mittagstheken ein (Austin-Bewegung)
Zusammenfassung
Von 1959 bis 1961 führten interrassische Studentengruppen in Austin, Texas, Sit-ins, Protestaktionen und selektive Patronagekampagnen durch, um Mittagstheken zu desegregieren. Die Kampagne erzielte einen teilweisen Erfolg, indem bis Mitte 1960 zweiunddreißig Mittagstheken desegregiert wurden, obwohl sich die Bewegung dann darauf konzentrierte, Kinos zu desegregieren. Das genaue Datum der vollständigen Desegregation der Mittagstheken ist unklar. [source: nv-database]
Verwendete Taktiken
- [boycotts-and-strikes
- nonviolent direct action
- civil-resistance
- coalition building
Hintergrund
Die Universität von Texas nahm 1955 schwarze Graduiertenstudenten und 1956 Studenten auf, aber die Einrichtungen auf dem Campus blieben segregiert und ungleich. Schwarze Studenten waren von Sport und Drama ausgeschlossen, und die Schlafsäle waren segregiert und minderwertig. Die Kampagne zielte darauf ab, die Mittagstheken in Austin, insbesondere auf und in der Nähe der Congress Avenue, zu desegregieren. [source: nv-database]
Was geschah
Verstreute Sit-ins begannen im Frühjahr 1959, bei denen Aktivisten und schwarze Studenten in Cafés saßen, ohne bedient zu werden, und sich selbst ‘die Gemeinschaft der Sitzenden’ nannten [source: nv-database]. Im Januar 1960 erstellte die UT-Studentenversammlung ein Bewertungssystem, das integrierten Restaurants höhere Punkte verlieh und eine ‘Steer Here’-Klassifizierung vergab [source: nv-database]. Nach den Greensboro-Sit-ins am 1. Februar 1960 nahm der Fokus auf Mittagstheken zu [source: nv-database]. Im April 1960 veranstaltete das Austin Committee on Human Relations ein Treffen zwischen Studentengruppen und Mittagsthekenbesitzern, das die Studenten als erfolglos betrachteten [source: nv-database]. Die Studenten stellten ein Ultimatum für die Integration innerhalb einer Woche, und als keine Maßnahmen ergriffen wurden, begannen sie, auf der Congress Avenue mit Schildern zu protestieren [source: nv-database]. Das erste große Sit-in fand am 29. April 1960 statt, bei dem 75 bis 100 Studenten sieben Mittagstheken besetzten; die meisten Besitzer schlossen als Reaktion darauf [source: nv-database]. Sit-ins setzten sich durch April und Mai fort, und einige Apotheken (Bray und Jordan) stimmten zu, alle Kunden zu bedienen [source: nv-database]. Studentengruppen schickten einen Brief an Senator Lyndon Baines Johnson und baten um seine Unterstützung [source: nv-database]. Bürgermeister Tom Miller und der ehemalige Richter am Texas Supreme Court W. [source: nv-database] St. [source: nv-database] John Garwood bildeten eine ‘biracial action group’, die bis Mitte Mai bei der Desegregation von zweiunddreißig Mittagstheken half, danach löste sich die Gruppe auf [source: nv-database]. Im November 1960 bildeten sich die Students for Direct Action, die bewusst unabhängig von der Universität waren, und forderten die Studenten auf, mindestens ein integriertes Restaurant pro Woche zu besuchen [source: nv-database]. Der University Religious Council verteilte 3.800 Karten, die die Kunden den Kassierern geben konnten, um ihre Unterstützung für die Integration auszudrücken [source: nv-database]. Die Kampagne verlagerte dann den Fokus auf die Desegregation von Kinos, wobei im Dezember 1960 Stand-ins begannen und am 1. Februar 1961 eine ‘zweite Phase’ gestartet wurde [source: nv-database]. Das genaue Datum der vollständigen Desegregation der Mittagstheken ist unklar [source: nv-database].
Schlüsselpersonen & Organisationen
- William Clebsch
- Casey Hayden
- Houston Wade
- Chandler Davidson
- University Religious Council
- Universität von Texas
- St. Edwards Universität
- Huston-Tillotson College
- Austin Human Relations Commission
- Students for Direct Action
- Student Nonviolent Coordinating Committee
- Lyndon Baines Johnson
- Tom Miller
- W. St. John Garwood
Ergebnis
Urteil: teilweise.
Die Kampagne erzielte einen teilweisen Erfolg: zweiunddreißig Mittagstheken wurden bis Mitte 1960 desegregiert, aber die Bewegung orientierte sich um, um sich auf Kinos zu konzentrieren, bevor die vollständige Desegregation aller Mittagstheken erreicht wurde. Das Ergebnis wird als teilweise bewertet, da das spezifische Ziel der vollständigen Desegregation der Mittagstheken innerhalb des Zeitrahmens der Kampagne nicht vollständig erreicht wurde. [source: nv-database]
Lektionen
- Koalitionen mit sympathischen Eliten (z.B. Bürgermeister, ehemaliger Richter) können die Desegregation beschleunigen, indem sie zwischen Protestierenden und Geschäftsinhabern vermitteln.
- Die Schaffung unabhängiger Studentenorganisationen (wie Students for Direct Action) ermöglicht es Aktivisten, ohne institutionelle Einschränkungen zu handeln.
- Die Kombination von direkter Aktion mit Verbraucherkampagnen (z.B. selektive Patronage, Bewertungssysteme) kann Unternehmen dazu anregen, zu integrieren.
Quellen
Haftungsausschluss: Enthalten als Lehrbeispiel für Kampagnenhandwerk, nicht als Befürwortung.
Quellen & Verifizierung
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