Durban, Südafrika, Massenstreik der Arbeiter für eine Lohnerhöhung, 1973
Zusammenfassung
Im Januar und Februar 1973 streikten Zehntausende schwarze afrikanische Arbeiter in Durban, Südafrika, und forderten höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen [source: nv-database]. Die Streiks begannen bei den Coronation Brick and Tile Works und breiteten sich auf andere Fabriken und Industriekomplexe aus, wobei schließlich über 30.000 Arbeiter im ganzen Land beteiligt waren [source: nv-database]. Viele Streikende erreichten Lohnerhöhungen, obwohl nicht alle Forderungen erfüllt wurden, und die Kampagne löste weitere Streiks in anderen südafrikanischen Städten aus.
Verwendete Taktiken
- unbekannt
Hintergrund
Schwarze afrikanische Arbeiter in Durban gehörten zu den größten Gruppen von Industriearbeitern in Südafrika, mit 165.000 Arbeitern, aber ihr Mindestlohn lag deutlich unter der Poverty Datum Line [source: nv-database]. Die Arbeiter forderten eine Erhöhung des Mindestlohns und bessere Arbeitsbedingungen und richteten sich gegen Unternehmensbesitzer und das Management. Die Kampagne begann am 9. Januar 1973 und dauerte bis Februar 1973 [source: nv-database].
Was geschah

Lead photo. — Wikimedia Commons contributor (CC BY 2.0). Quelle: durban-south-africa-workers-mass-strike-for-a-raise-in-wages-1973.jpg
Am 9. Januar 1973 streikten 2000 Arbeiter der Coronation Brick and Tile Works, marschierten zu einem nahegelegenen Fußballstadion und riefen „Filumunti ufilusadikiza“, forderten eine Erhöhung des Mindestlohns von R8,97 auf R20 und dann auf R30; sie erreichten die geforderte Lohnerhöhung [source: nv-database]. Am nächsten Tag streikten Arbeiter der A.J. [source: nv-database] Keeper Transport Company für eine Lohnerhöhung von R2 pro Woche, aber das Management lehnte die Forderung ab, da die Arbeiter bereits R2 mehr als das staatliche Minimum erhielten, und der Streik dauerte nur 45 Minuten [source: nv-database]. Arbeiter bei T.W. [source: nv-database] Beckett & Company streikten für eine Lohnerhöhung von R3 pro Woche; die Polizei griff ein, das Management entließ 100 Arbeiter, aber sie wurden eine Woche später wieder eingestellt und erhielten die Lohnerhöhung [source: nv-database]. Bis zum 14. Januar waren die Streiks noch klein und verstreut, gewannen jedoch an Dynamik, als Arbeiter aus den Industriekomplexen Pinetown, New Germany, Jacobs und Mobeni sich anschlossen [source: nv-database]. Am 15. Januar streikten Arbeiter bei J. [source: nv-database] H. [source: nv-database] Akitt & Company; am 22. Januar schlossen sich Fahrer bei Motor-Via in Pinetown an; vom 22. bis 24. Januar streikten 275 Fernfahrer für eine Lohnerhöhung von R40 pro Woche [source: nv-database]. Die Streiks breiteten sich auf die britisch geführte Fame Group of Companies aus, wo über 7000 Arbeiter gegen niedrige Löhne von R6 pro Woche streikten [source: nv-database]. Bis zum 26. Januar streikten Arbeiter in allen großen Industriekomplexen Durbans; vor Ende Januar hatten sich mehr als 10.000 Arbeiter der Durban City Corporation angeschlossen, und bis Anfang Februar streikten etwa 30.000 südafrikanische Arbeiter, 16.000 davon in Durban [source: nv-database]. Die Presse in Durban berichtete umfassend, und die weiße Öffentlichkeit reagierte mit Sympathie; Premierminister Vorster forderte die Arbeitgeber auf, die Arbeitnehmer als „Menschen mit Seelen“ zu sehen [source: nv-database]. Die Streiks lösten weitere Streiks in Mandini, Richard’s Bay, Johannesburg und anderen Industriezentren aus [source: nv-database]. Die Streiks wurden als Welle charakterisiert, bei der Arbeiter einer Fabrik streikten und die Arbeit wieder aufnahmen, sobald die Forderungen erfüllt waren, dann streikten die Arbeiter eines anderen Unternehmens; Massenversammlungen gingen den Streiks typischerweise voraus, und Arbeitgeber lehnten die Forderungen oft bei Versammlungen ab, gewährten jedoch später kleine Lohnerhöhungen, meist um R2 pro Woche [source: nv-database].
Wichtige Personen & Organisationen
- Coronation Brick and Tile Works
- A.J. Keeper Transport Company
- T.W. Beckett & Company
- J. H. Akitt & Company
- Motor-Via
- Fame Group of Companies
- Durban City Corporation
- Premierminister Vorster
Ergebnis
Urteil: teilweise.
Die Kampagne erreichte 4 von 6 Punkten für den Erfolg bei spezifischen Forderungen, da viele Arbeiter Lohnerhöhungen erhielten, aber nicht jeder Streik erfolgreich war; zum Beispiel endete der Streik der Arbeiter bei A.J. Keeper Transport Company ohne Änderung der Grundlöhne, und die Arbeitsbedingungen schienen sich nicht zu ändern [source: nv-database]. Die Streiks wuchsen von verstreuten Aktionen zu einer Welle, an der Zehntausende von Arbeitern beteiligt waren und die sich auf andere Städte ausbreitete, was auf Wachstum und Überleben hinweist, aber das Gesamtergebnis war teilweise, da nicht alle Ziele erreicht wurden.
Lektionen
- Eine Welle von Streiks kann an Dynamik gewinnen, wenn Arbeiter in verschiedenen Fabriken nacheinander beitreten und Druck auf Arbeitgeber in einer ganzen Branche ausüben.
- Massenversammlungen vor Streiks können helfen, Forderungen zu koordinieren und kollektives Handeln aufzubauen, auch wenn Arbeitgeber die Forderungen zunächst ablehnen.
- Breite Medienberichterstattung und öffentliche Sympathie können die Wirkung von Arbeitskämpfen verstärken und sogar politische Führer dazu bewegen, sich unterstützend zu äußern.
Quellen
Haftungsausschluss: Enthalten als Lehrbeispiel für Kampagnenhandwerk, nicht als Befürwortung.
Quellen & Verifizierung
nv-database— grounding: primary — license: link-only- Rewritten: 2026-06-25 via
worker_casestudies_v2.py
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