Guyanische Zuckerarbeiter streiken 135 Tage für wirtschaftliche Gerechtigkeit, 1977
Zusammenfassung
1977 traten Zuckerarbeiter in Guyana, vertreten durch die Guyana Agriculture Workers Union (GAWU), in einen 135-tägigen Streik, um die Zahlung von 85 Millionen USD an einbehaltenen Löhnen zu fordern, die von der staatlichen Guyana Sugar Corporation (GuySuCo) aufgrund einer Zuckerabgabe von 1974 zurückgehalten wurden [source: nv-database]. Der Streik zielte auch darauf ab, die Regierung unter Druck zu setzen, die Gespräche über eine Machtteilung mit der oppositionellen People’s Progressive Party wieder aufzunehmen. Trotz weitreichender Unterstützung von Gewerkschaften und Kirchen im In- und Ausland konnte der Streik seine Ziele nicht erreichen, und viele Arbeiter verloren ihre Arbeitsplätze an Streikbrecher.
Verwendete Taktiken
- boycotts and strikes
- ziviler Widerstand
- coalition building
Hintergrund
Seit 1974 hatte die guyanische Regierung eine Steuer auf Zuckerexporte erhoben, was zu einem Streit darüber führte, ob die Steuer von den Löhnen der Arbeiter oder von den Gewinnen nach Entschädigung abgezogen werden sollte [source: nv-database]. Die GAWU behauptete, dass GuySuCo den Arbeitern 85 Millionen USD an einbehaltenen Löhnen schulde [source: nv-database]. Darüber hinaus hatte die regierende PNC die Verhandlungen über eine Machtteilung mit der oppositionellen PPP abgelehnt, was ein sekundäres politisches Ziel für den Streik darstellte.
Was geschah

Lead photo. — The original uploader was Snow storm in Eastern Asia at English Wikipedia. (CC BY 3.0). Source: guyanese-sugar-workers-strike-135-days-for-economic-justice-1977.png
Am 20. August 1977 sandte die GAWU einen Brief, in dem sie mit einem unbefristeten Streik drohte, falls GuySuCo die geschuldeten 85 Millionen USD nicht zahlen würde [source: nv-database]. Drei Tage später traten die meisten der 21.000 GAWU-Mitglieder in den Streik [source: nv-database]. Die PNC-Regierung erklärte den Streik für politisch, erließ das Nationale Sicherheitsgesetz, um Versammlungen zu verbieten und Führer zu verhaften, und setzte Soldaten, Regierungsangestellte und über 6.000 Arbeitslose ein, um die Streikenden zu ersetzen [source: nv-database]. Der TUC versuchte, Verhandlungen zu führen, scheiterte jedoch, und die GAWU streikte bis November weiter und erhielt Unterstützung von NAACIE (die einen zweiwöchigen Solidaritätsstreik abhielt), britischen Hafenarbeitern, die sich weigerten, guyanischen Zucker zu entladen, sowie von karibischen und guyanischen Kirchenräten [source: nv-database]. Die Regierung konterte, indem sie pro-PNC-Gewerkschaften für Gegenpickets mobilisierte und eine rivalisierende Gewerkschaft gründete [source: nv-database]. Am 5. Januar 1978 beendete die GAWU nach 135 Tagen den Streik ohne Zugeständnisse; viele Arbeiter erhielten ihre Arbeitsplätze nicht zurück [source: nv-database].
Schlüsselpersonen & Organisationen
- Guyana Agriculture Workers Union (GAWU)
- People’s Progressive Party (PPP)
- National Association of Agricultural, Commercial and Industrial Employees (NAACIE)
- Guyana Headman’s Union
- Clerical and Commercial Workers Union
- University of Guyana Workers Union
- Trade Union Council
- Private Zuckerrohrbauern
- Hafenarbeiter in Großbritannien
- Ölarbeitergewerkschaft in Trinidad
- Caribbean Council of Churches
- Guyana Council of Churches
- Cheddi Jagan
- Guyana Sugar Corporation (GuySuCo)
- People’s National Congress (PNC)
- Forbes Burnham
Ergebnis
Urteil: verloren.
Die Streikenden erreichten keines ihrer Hauptziele: GuySuCo zahlte die 85 Millionen USD nicht, und die PNC nahm die Gespräche über eine Machtteilung nicht wieder auf. Der Einsatz von Streikbrechern, Repression und parallelen Institutionen durch die Regierung schwächte die Wirkung des Streiks, obwohl die GAWU überlebte und später eine Oppositionskoalition innerhalb des TUC bildete [source: nv-database].
Lektionen
- Anhaltende Streiks können durch den Einsatz von Streikbrechern und repressive Gesetzgebung der Regierung gebrochen werden, daher benötigen Kampagnen Notfallpläne für solche Reaktionen.
- Internationale Solidaritätsaktionen, wie Boykotts von Hafenarbeitern, können den Druck auf ein Ziel verstärken.
- Der Aufbau von Koalitionen mit verschiedenen Gruppen (Gewerkschaften, Kirchen, politischen Parteien) stärkt die Widerstandsfähigkeit einer Kampagne, auch wenn die unmittelbaren Ziele nicht erreicht werden.
Quellen
Haftungsausschluss: Enthalten als Lehrbeispiel für Kampagnenhandwerk, nicht als Befürwortung.
Quellen & Verifizierung
nv-database— grounding: primary — license: link-only- Rewritten: 2026-06-25 via
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