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Ohio Bürgerkampagne zur Stilllegung des Müllverbrenners in East Liverpool 1991-1993


Zusammenfassung

Von 1991 bis 1993 organisierten die Bewohner von East Liverpool, Ohio, unter der Leitung des Tri-State Environmental Council und unterstützt von Greenpeace eine Kampagne zur Schließung des Müllverbrenners von Waste Technologies Industries (WTI). Trotz großer Proteste, zivilem Ungehorsam und nationaler Aufmerksamkeit blieb der Verbrenner in Betrieb und erhielt 1997 eine endgültige Genehmigung. Die Kampagne trug jedoch zu einem breiteren Moratorium der EPA für neue Verbrennungsanlagen-Genehmigungen bei und führte zum Rückzug anderer geplanter Verbrennungsanlagen [source: nv-database].

Verwendete Taktiken

  • unbekannt

Hintergrund

1977 schlug Waste Technologies Industries den Bau eines gefährlichen Müllverbrenners in der Überschwemmungsebene des Ohio River in East Liverpool, Ohio, vor. Bis 1990 hatte das Unternehmen genügend Genehmigungen erhalten, um mit dem Bau und den Testläufen zu beginnen, obwohl sich die Anlage in einem armen Viertel, etwa 300 Fuß von Wohnhäusern und 1.100 Fuß von einer Grundschule entfernt, befand. Der Tri-State Environmental Council wurde im Januar 1991 gegründet, um den Verbrenner zu bekämpfen, mit dem Ziel, ihn zu schließen und den Betrieb zu stoppen, bis Gesundheitstests die Sicherheit gewährleisten konnten [source: nv-database].

Was geschah

lead photo Lead photo. — Wikimedia Commons contributor. See source file for licensing details.

Im Juni 1991 veranstaltete der Tri-State Environmental Council eine ‘Hands Across the River’-Kundgebung, an der über 1.500 Menschen teilnahmen. [source: nv-database] Der Schauspieler Martin Sheen schloss sich an, um nationale Aufmerksamkeit zu erregen, und Greenpeace half bei der Organisation eines zweiwöchigen landesweiten Anti-Verbrennermarsches nach Columbus, der an den Stufen des State House endete [source: nv-database]. Am 23. September 1991 boykottierten Bürger ein gemeinsames öffentliches Informationsmeeting der US-[source: nv-database] EPA/Ohio EPA, und am nächsten Tag hielten sie eine ‘Beerdigung für die Demokratie’ ab, bevor sie eine EPA-Anhörung blockierten [source: nv-database]. Am 13. Oktober 1991 versammelten sich 1.500 Menschen vor WTI, was zu 32 Verhaftungen führte, weil sie den Zaun überquerten [source: nv-database]. Die Kampagne richtete sich dann gegen Gouverneur George Voinovich, indem sie ‘Gesucht’-Schilder und ‘Zu Verkaufen’-Schilder an seinem Anwesen anbrachten und ihm Hotdogs schickten, um ihn als ‘Weenie on Waste’ zu verspotten [source: nv-database]. Als Reaktion darauf schlug Voinovich eine Gesundheitsstudie über die Kinder von East Liverpool vor, aber die Aktivisten hielten sie für unzureichend und schickten Kinder mit Mäusen in sein Büro [source: nv-database]. Im Juli 1992 versprachen Bill Clinton und Al Gore während ihrer Präsidentschaftskampagne, den WTI-Verbrenner zu einem Thema ihrer Regierung zu machen [source: nv-database]. Im November 1992 blockierten Aktivisten die WTI-Tore; über fünf Tage wurden 38 Personen verhaftet, und am 22. November versammelten sich 500 Menschen, was zu 75 weiteren Verhaftungen führte [source: nv-database]. Am 15. Dezember 1992 überreichten Bürger Petitionen mit 20.000 Unterschriften an den damaligen Gouverneur Clinton in Little Rock, aber er antwortete nicht [source: nv-database]. 1993 organisierte Greenpeace eine ‘Pinocchio’-Bustour nach Washington, D.C., um Clintons gebrochenes Versprechen hervorzuheben, und baute einen nachgemachten Verbrenner, der falsche Emissionen vor dem Weißen Haus freisetzte, was zu 54 Verhaftungen führte [source: nv-database]. Nach Mai 1993 verlor die Kampagne an Schwung, mit nur kleinen Kundgebungen bis Dezember [source: nv-database]. Der WTI-Verbrenner blieb in Betrieb und erhielt im Februar 1997 eine endgültige Genehmigung für gefährliche Abfälle von der Ohio EPA [source: nv-database]. Greenpeace’s anhaltender Druck führte jedoch dazu, dass viele andere geplante Verbrennungsanlagen freiwillig zurückgezogen wurden und die EPA ein Moratorium für neue Verbrennungsanlagen-Genehmigungen erließ, wobei WTI eine besondere Ausnahme darstellte [source: nv-database].

Schlüsselpersonen & Organisationen

  • Terri Swearingen
  • Tri-State Environmental Council
  • Greenpeace
  • Martin Sheen
  • Bill Clinton
  • Al Gore
  • Waste Technologies Industries, Inc.
  • Citizens for Progress
  • Ohio Gouverneur George Voinovich

Ergebnis

Urteil: teilweise.

Die Kampagne erreichte ihr Hauptziel, den WTI-Verbrenner zu schließen, nicht, der 1997 eine endgültige Genehmigung erhielt. Sie erzielte jedoch einen Teilerfolg: Die EPA verhängte ein Moratorium für neue Verbrennungsanlagen-Genehmigungen, und viele andere geplante Verbrennungsanlagen wurden zurückgezogen, teilweise aufgrund der fortgesetzten Arbeit von Greenpeace [source: nv-database].

Lektionen

  • Kreative, humorvolle Taktiken (wie das Versenden von Hotdogs oder das Anbringen von ‘Zu Verkaufen’-Schildern) können eine Kampagne in der Öffentlichkeit halten und Druck auf Beamte ausüben.
  • Die Verknüpfung lokaler Umweltgerechtigkeitsfragen mit nationalen politischen Kampagnen (z.B. Präsidentschaftswahlen) kann die Forderungen verstärken.
  • Anhaltender Druck von einer Koalition lokaler Gruppen und nationaler Organisationen (wie Greenpeace) kann die Regulierungspolitik beeinflussen, selbst wenn das unmittelbare lokale Ziel nicht erreicht wird.

Quellen


Haftungsausschluss: Enthalten als Lehrbeispiel für Kampagnenhandwerk, nicht als Befürwortung.

Quellen & Verifizierung

  • nv-database — grounding: primary — license: link-only
  • Rewritten: 2026-06-25 via worker_casestudies_v2.py

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