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Prison officers strike in England and Wales, 2007

Zusammenfassung

Im August 2007 traten Gefängnisbeamte in England und Wales, organisiert von der Prison Officers’ Association (POA), in einen 24-stündigen Streik, um gegen die harten Arbeitsbedingungen zu protestieren, das Streikrecht einzufordern und einen Tarifkonflikt beizulegen. An dem Streik beteiligten sich tausende Beamte aus 129 Gefängnissen, doch wurde er nach einer gerichtlichen Verfügung und dem Versprechen der Regierung, Verhandlungen aufzunehmen, abgebrochen. Die Kampagne scheiterte letztlich an der Zielerreichung, da die Regierung später ein Gesetz verabschiedete, das Gefängnisbeamten das Streiken verbietet. [source: nv-database]

Verwendete Taktiken

Hintergrund

Gefängnisbeamte in England und Wales sahen sich zunehmend gefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt, wobei die Angriffe auf das Personal von 204 im Jahr 1996 auf 1.050 im Jahr 2006 anstiegen. Im Jahr 2007 bot die Regierung eine Gehaltserhöhung von 2,5 % an, die die POA aufgrund der Aufteilung in Raten auf nur 1,9 % berechnete, was zu Forderungen nach verbesserten Bedingungen, dem Streikrecht und einer fairen Gehaltsregelung führte. [source: nv-database]

Was geschah

Verwaltungsgebäude von HMP Altcourse, das den englischen und walisischen Gefängnisdienst zeigt, gegen den Gefängnisbeamte 2007 streikten

Verwaltungsgebäude von HMP Altcourse, das den englischen und walisischen Gefängnisdienst zeigt, gegen den Gefängnisbeamte 2007 streikten — Rodhullandemu (CC BY-SA 4.0). Quelle: prison-officers-strike-in-england-and-wales-2007.jpg

Am 16. August 2007 zeigten interne POA-Berichte, dass 90 % ihrer 28.000 Mitglieder für einen Streik stimmten [source: nv-database]. Am 27. August traten 20.000 Gefängnisbeamte aus 129 Gefängnissen in England und Wales um 7 Uhr morgens in den Ausstand, sperrten über 80.000 Gefangene in ihre Zellen und unterbrachen Gerichtsverhandlungen und Besuche [source: nv-database]. Zwölf Stunden nach Streikbeginn ordnete eine gerichtliche Verfügung die Rückkehr zur Arbeit an, andernfalls drohten hohe Geldstrafen, da der Streik gegen ein Gesetz von 1993 verstieß, das Gefängnisbeamten das Streiken verbietet [source: nv-database]. Die POA brach den Streik am nächsten Tag um 7 Uhr morgens [source: nv-database] ab, genau 24 Stunden nach seinem Beginn, und berief sich dabei auf das Versprechen der Regierung über bevorstehende Verhandlungen [source: nv-database]. In den folgenden Monaten bot die Regierung eine Gehaltserhöhung von 2,2 % an, die 85 % der POA-Mitglieder in einer Abstimmung im März 2008 ablehnten [source: nv-database]. Am 9. Mai 2008 verabschiedete die Regierung ein zwingendes Gesetz, das Gefängnisbeamten das Streiken verbietet, und beendete damit die Hoffnungen auf ein Streikrecht [source: nv-database]. Die POA erzielte einen kleinen Erfolg, als Schottlands Justizminister ankündigte, dass Schottland kein ähnliches Gesetz erlassen werde [source: nv-database].

Schlüsselpersonen & Organisationen

  • Prison Officers’ Association (POA) [source: nv-database]
  • Bob Rennison [source: nv-database]
  • Brian Caton [source: nv-database]
  • Colin Moses [source: nv-database]
  • Geoff Burrows [source: nv-database]
  • John Hancock [source: nv-database]
  • Steve Gough [source: nv-database]
  • Jack Straw [source: nv-database]
  • Kenny MacAskill [source: nv-database]
  • John Cox [source: nv-database]

Ergebnis

Urteil: verloren.

Die Kampagne konnte keines ihrer drei Hauptziele erreichen: Die Arbeitsbedingungen blieben unverändert, der Lohnkonflikt wurde nicht gelöst, und die Regierung verabschiedete ein obligatorisches Streikverbot. Die POA lehnte ein Gehaltsangebot der Regierung ab, und die rechtlichen Schritte der Regierung sowie das neue Gesetz festigten deren Opposition, was zu einem völligen Scheitern führte, abgesehen von einem symbolischen Sieg in Schottland. [source: nv-database]

Gemäß der Bewertungsmatrix der Quelle erreichte die Kampagne 1 von 6 Punkten bei der Erfüllung spezifischer Forderungen/Ziele, 1 von 1 Punkt beim Überleben und 1 von 3 Punkten beim Wachstum (insgesamt 3 von 10 Punkten). [source: nv-database]

Lehren

  • Ein Streik kann schnell eine große Anzahl von Arbeitnehmern mobilisieren, kann aber rechtlich angreifbar sein, wenn das Streikrecht eingeschränkt ist.
  • Die Ablehnung eines Kompromissangebots kann zu einem schlechteren Ergebnis führen, wenn der Gegner die Macht hat, gesetzgeberisch gegen die Kampagne vorzugehen [source: nv-database]
  • Öffentliche Unterstützung von unerwarteten Seiten, wie z. B. von ehemaligen Häftlingen, kann für positive Medienberichterstattung sorgen, muss sich aber nicht in politischen Erfolgen niederschlagen [source: nv-database]

Quellen


Haftungsausschluss: Als Lehrbeispiel für Kampagnenarbeit aufgenommen, nicht als Befürwortung.

Quellen & Überprüfung

  • nv-database — Grundlage: primär — Lizenz: Nur-Link
  • Neu geschrieben: 2026-06-25 via worker_casestudies_v2.py

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