Streik der US-Stahlarbeiter für einen Vertrag und Gewerkschaftsanerkennung, 1937
Zusammenfassung
1937 führte das Steel Workers Organizing Committee (SWOC) einen landesweiten Streik der Stahlarbeiter gegen die Little Steel-Unternehmen an, um einen unterzeichneten Vertrag und die Anerkennung der Gewerkschaft zu fordern. [source: nv-database] Der Streik umfasste Streikposten, Märsche und Sitzstreiks, stieß jedoch auf gewaltsame Unterdrückung, einschließlich des Memorial Day Massakers, bei dem die Polizei zehn Streikende tötete. [source: nv-database] Die Kampagne scheiterte an ihren unmittelbaren Zielen, aber rechtliche und staatliche Maßnahmen während des Zweiten Weltkriegs erzwangen schließlich die Anerkennung. [source: nv-database]
Verwendete Taktiken
Hintergrund
Im Juni 1936 gründete der CIO das SWOC, um die traditionell nicht gewerkschaftlich organisierte Stahlindustrie zu organisieren, mit dem Ziel eines unterzeichneten Vertrags und der Anerkennung der Gewerkschaft. Die Little Steel-Unternehmen, angeführt von Tom Girdler von Republic Steel, weigerten sich, eine Gewerkschaft anzuerkennen oder einen Vertrag zu unterzeichnen, obwohl sie einige Lohnbestimmungen übernommen hatten. SWOC startete eine groß angelegte Organisationskampagne und entsandte über 400 Organisatoren in Stahlwerke im ganzen Land.
Was geschah

Lead photo. — Wikimedia Commons contributor (CC BY-SA 4.0). Source: united-states-steelworkers-strike-for-a-contract-and-union.jpg
SWOC rief am 26. Mai 1937 zu einem landesweiten Streik gegen die Little Steel-Unternehmen auf, und bis zum 28. Mai gab es landesweit 80.000 Streikende, davon 46.000 von Republic Steel [source: nv-database]. Unternehmen schlossen oft Werke, und Streikende bildeten Streikposten, um eine Wiedereröffnung zu verhindern, eine Taktik, die oft erfolgreich war, da andere Arbeiter sich weigerten, die Linien zu überqueren [source: nv-database]. Am 30. Mai, beim Memorial Day Massaker in Chicago, erschoss die Polizei zehn unbewaffnete Streikende und verletzte neunzig weitere, nachdem Streikende zu einem Werk von Republic Steel marschiert waren [source: nv-database]. In Monroe, Michigan, griff ein Mob am 10. Juni den Organisator Leonides McDonald an, und die Polizei setzte eine Gasbombe gegen Streikposten ein, wobei sechs verletzt wurden; das Werk nahm bald die volle Produktion wieder auf, was das Momentum von SWOC schwächte [source: nv-database]. In Johnstown führte ein Bürgerkomitee eine Rückkehr-zur-Arbeit-Kampagne mit Zeitungsanzeigen und Radiosendungen gegen den Streik durch [source: nv-database]. Anfang Juli forderte die Gewerkschaft die Arbeiter auf, ohne Erfüllung ihrer Forderungen zurückzukehren [source: nv-database]. Der CIO verfolgte dann rechtliche Mittel, und 1942 ordnete der Oberste Gerichtshof an, dass Little Steel verhandeln müsse; das National War Labor Board erzwang ebenfalls die Anerkennung während des Zweiten Weltkriegs [source: nv-database]. Einige Werke, wie Inland Steel in East Chicago, setzten die unabhängige Organisation fort und erzielten innerhalb von zwei Jahren eine Vereinbarung [source: nv-database].
Wichtige Personen & Organisationen
- Congress of Industrial Organizations (CIO) [source: nv-database]
- John L. Lewis [source: nv-database]
- Steel Workers Organizing Committee (SWOC) [source: nv-database]
- Philip Murray [source: nv-database]
- Little Steel [source: nv-database]
- Tom Girdler [source: nv-database]
- Republic Steel [source: nv-database]
- Bethlehem Steel [source: nv-database]
- Inland Steel [source: nv-database]
- Youngstown Sheet & Tube [source: nv-database]
- National Steel [source: nv-database]
- American Rolling Mills [source: nv-database]
- Leonides McDonald [source: nv-database]
Ergebnis
Urteil: teilweise.
Der Streik selbst scheiterte daran, einen Vertrag oder Anerkennung zu erreichen, da Little Steel sich weigerte nachzugeben und die Gewerkschaft den Streik Anfang Juli abbrach. Die Kampagne überlebte jedoch und wuchs, und spätere rechtliche und staatliche Maßnahmen während des Zweiten Weltkriegs zwangen Little Steel schließlich, SWOC anzuerkennen, was das Gesamtergebnis teilweise machte. [source: nv-database]
Lektionen
- Eine starke Unterstützungsbasis in allen angezielten Werken ist entscheidend; ungleichmäßige Organisation kann Gegnern ermöglichen, Streiks an schwächeren Standorten zu brechen.
- Gewaltsame Unterdrückung kann eine Kampagne demoralisieren, aber rechtliche und politische Wege können Jahre später Ziele erreichen.
- Unabhängige lokale Organisation kann das Momentum nach dem Ende einer nationalen Kampagne aufrechterhalten [source: nv-database]
Quellen
Haftungsausschluss: Enthalten als Lehrbeispiel für Kampagnenhandwerk, nicht als Befürwortung.
Quellen & Verifizierung
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