Westindische Einwohner von Bristol boykottieren Busse, beenden rassistische Diskriminierung bei der Einstellung
Zusammenfassung
1963 boykottierten westindische Einwohner von Bristol, UK, die Bristol Omnibus Company, um die ‘Farbbarriere’ zu beenden, die verhinderte, dass Nicht-Weiße als Busfahrer und Schaffner eingestellt wurden. [source: nv-database] Der Boykott dauerte vier Monate und erhielt Unterstützung von Studenten, Geistlichen und nationalen Persönlichkeiten. [source: nv-database] Die Kampagne war erfolgreich bei der Abschaffung der diskriminierenden Einstellungspolitik und trug zum Race Relations Act von 1965 bei. [source: nv-database]
Verwendete Taktiken
Hintergrund
Viele Westinder ließen sich in den 1960er Jahren aufgrund gelockerter Einwanderungsbeschränkungen in England nieder, fanden sich jedoch in Bristol von höheren Positionen ausgeschlossen. Die Bristol Omnibus Company wies schwarze und asiatische Bewerber für Fahrer- und Schaffnerstellen konsequent ab, und weder das Management noch die Transport and General Worker’s Union gingen auf die ‘Farbbarriere’ ein. 1962 trennten sich vier junge Jamaikaner von der West Indian Association, um den West Indian Development Council zu gründen und ernannten Paul Stephenson zum Sprecher.
Was geschah

Lead photo. — Wikimedia Commons contributor (CC BY-SA 4.0). Source: west-indians-of-bristol-boycott-buses-end-racial-discrimination-in.jpg
1963 nutzte Paul Stephenson einen Studenten, Guy Bailey, als Testfall; die Bristol Omnibus Company sagte Baileys Vorstellungsgespräch ab, nachdem sie erkannt hatten, dass er schwarz war [source: nv-database]. Inspiriert vom Montgomery Alabama Bus Boycott kündigte Stephenson am 29. April 1963 einen Busboykott an [source: nv-database]. Am nächsten Tag weigerten sich fast alle 7000 westindischen Einwohner von Bristol, Busse zu benutzen [source: nv-database]. Studenten der Universität Bristol und sympathisierende weiße Einwohner schlossen sich in der folgenden Woche den Märschen an [source: nv-database]. Die Bristol Evening Post berichtete über die Kampagne, und der Generaldirektor der Busgesellschaft machte rassistische Bemerkungen, die die Gemeinschaft aufrüttelten [source: nv-database]. Die Transport and General Worker’s Union erklärte, dass die Durchsetzung der Barriere die Entscheidung der Busgesellschaft sei [source: nv-database]. Sir Learie Constantine, Hochkommissar von Trinidad und Tobago, unterstützte Stephenson und traf sich mit dem Bürgermeister von Bristol, um Verhandlungen mit der Transport Holdings Company zu fordern [source: nv-database]. Offizielle Gespräche begannen am 8. Mai 1963 in London und dauerten Monate, während der Boykott anhielt [source: nv-database]. Am 28. August 1963 endeten die Gespräche mit einer Vereinbarung zur Aufhebung der Farbbarriere [source: nv-database]. Am 16. September 1963 wurde ein Sikh namens Raghbir Singh der erste nicht-weiße Schaffner in Bristol [source: nv-database].
Wichtige Personen & Organisationen
- Roy Hackett [source: nv-database]
- Henry Owens [source: nv-database]
- Audley Evans [source: nv-database]
- Prince Brown [source: nv-database]
- Paul Stephenson [source: nv-database]
- West Indian Development Council [source: nv-database]
- Bristol Omnibus Company [source: nv-database]
- Transport and General Worker’s Union [source: nv-database]
- Sir Learie Constantine [source: nv-database]
- Studenten und Professoren der Universität Bristol [source: nv-database]
- Bürgermeister Ald. Leonard Stevenson [source: nv-database]
- Transport Holdings Company [source: nv-database]
- Tony Benn [source: nv-database]
Ergebnis
Urteil: gewonnen.
Alle Ziele wurden erreicht: Die Farbbarriere wurde aufgehoben, Nicht-Weiße wurden als Fahrer und Schaffner eingestellt, und die Kampagne legte den Grundstein für den Race Relations Act von 1965, der Diskriminierung in öffentlichen Bereichen und im Wohnungswesen verbot [source: nv-database].
Lektionen
- Ein Boykott kann eine effektive Taktik sein, wenn das Ziel auf eine bestimmte Kundengruppe angewiesen ist.
- Der Aufbau von Allianzen mit sympathisierenden Eliten und Institutionen kann helfen, Verhandlungen auf eine höhere Ebene zu verlagern.
- Anhaltende öffentliche Aufmerksamkeit durch Medien und Briefe kann während langer Verhandlungen den Druck aufrechterhalten.
Quellen
Disclaimer: Enthalten als Lehrbeispiel für Kampagnenhandwerk, nicht als Befürwortung.
Quellen & Verifizierung
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