Mietstreiks
Definition
Ein Mietstreik ist die kollektive Mietzahlungsverweigerung durch die Mieter eines Gebäudes oder Blocks – eine Taktik mit hoher Eskalationsstufe, die angewendet wird, wenn Verhandlungen gescheitert sind und die Mieter die Kosten der Verweigerung (rechtliches Risiko, Räumungsrisiko, Risiko des Verlusts der Kaution) für geringer halten als die Kosten der fortgesetzten Zahlung.
Er unterscheidet sich von der Mietminderung wegen Mängeln (die in der Regel eine kurze, begrenzte Aktion ist, die auf ein spezifisches Versäumnis des Vermieters abzielt) durch seinen Umfang und seine Dauer: Ein Mietstreik ist in der Regel gebäude- oder blockweit, dauert Monate oder Jahre und zielt auf eine strukturelle Veränderung (einen Verkauf, eine Sanierung, eine Praxis des Eigentümers) ab, nicht auf eine einzelne Reparatur.
Praktikerleitfäden (die Commons Library, das UK Rent Strike Network, NYC’s Tenant Bloc, die deutsche Mieterverein-Tradition) betrachten die Durchführbarkeit des Streiks als abhängig von sichtbarem Engagement (einer öffentlichen Bekenntnisliste), gemeinsamer Infrastruktur (einem Streikfonds für Mieter, die im Laufe des Konflikts ihre Wohnung verlieren) und disziplinierter interner Governance (Entscheidungen, die in Mieterversammlungen getroffen werden, nicht von einzelnen Organisatoren).
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FAQ
Was ist ein Mietstreik?
Ein Mietstreik ist die kollektive Mietzahlungsverweigerung durch die Mieter eines Gebäudes oder Blocks – eine Taktik mit hoher Eskalationsstufe, die angewendet wird, wenn Verhandlungen gescheitert sind und die Mieter die Kosten der Verweigerung (rechtliches Risiko, Räumungsrisiko, Risiko des Verlusts der Kaution) für geringer halten als die Kosten der fortgesetzten Zahlung. Die Vollseitenversion dieser Definition befindet sich auf [[rent-strikes]].
Was unterscheidet einen Mietstreik von einer Mietminderung wegen Mängeln?
Ein Mietstreik unterscheidet sich von der Mietminderung wegen Mängeln (die in der Regel eine kurze, begrenzte Aktion ist, die auf ein spezifisches Versäumnis des Vermieters abzielt) durch seinen Umfang und seine Dauer: Ein Mietstreik ist in der Regel gebäude- oder blockweit, dauert Monate oder Jahre und zielt auf eine strukturelle Veränderung (einen Verkauf, eine Sanierung, eine Praxis des Eigentümers) ab, nicht auf eine einzelne Reparatur.
Wovon hängt die Durchführbarkeit des Streiks ab?
Praktikerleitfäden (die Commons Library, das UK Rent Strike Network, NYC’s Tenant Bloc, die deutsche Mieterverein-Tradition) betrachten die Durchführbarkeit des Streiks als abhängig von sichtbarem Engagement (einer öffentlichen Bekenntnisliste), gemeinsamer Infrastruktur (einem Streikfonds für Mieter, die im Laufe des Konflikts ihre Wohnung verlieren) und disziplinierter interner Governance (Entscheidungen, die in Mieterversammlungen getroffen werden, nicht von einzelnen Organisatoren).
Was ist disziplinierte interne Governance?
Disziplinierte interne Governance bedeutet, dass die Entscheidungen des Streiks in Mieterversammlungen getroffen werden, nicht von einzelnen Organisatoren – wer den Streik ausruft, wer entscheidet, ihn zu beenden, und unter welchen Bedingungen eine Eskalation erfolgt, wird alles vorab festgelegt, damit die Kampagne nicht unter Räumungsdruck improvisiert wird. Die Commons Library behandelt diese Governance-Ebene als untrennbar mit der Mietstreik-Taktik selbst verbunden.
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