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Linkes Organizing (Rosa-Luxemburg-Stiftung)


Zusammenfassung

“Alltagskämpfe und Community Organizing — Das Beispiel der mietenpolitischen Bewegung in Berlin” von Hendrik Sander, veröffentlicht als Rosa-Luxemburg-Stiftung Online-Publikation 17/2017 (ISSN 2567-1235, Redaktionsschluss August 2017). Es analysiert, wie die US-amerikanische Tradition des Community Organizing (Alinsky, IAF) durch das INKOTA-Netzwerk und Berliner Mieterinitiativen im deutschen Mietbewegungskontext ankommt. [source: rls-linkes-organizing]

Hauptteil

Die Publikation ist in der deutschen linken Strategiedebatte um die Wiedereinbettung linker Politik in den Alltag und konkrete Arbeits-/Lebensbedingungen (“eine Hinwendung zu den Alltagswidersprüchen subalterner Klassen”) im Kontext multipler Krisen (Neoliberalisierung, Prekarisierung, die Krise der sozialen Reproduktion) und der rechten Mobilisierung rund um den Rückschlag nach dem Flüchtlingssommer 2015 positioniert [source: rls-linkes-organizing]. Sander rahmt Community Organizing als die Antwort: eine Praxis, die auf “eine ermächtigende und transformatorische Basisarbeit” durch direkten Kontakt zu subalternen Gruppen und deren Selbstorganisation im Alltag abzielt [source: rls-linkes-organizing].

Die historische Linie, die das Papier zieht, ist die Tradition der deutschen Linken, entlang von Alltagsforderungen zu organisieren — von der traditionellen Arbeiterbewegung mit ihren Bildungsvereinen und Solidaritätsnetzwerken bis hin zu queer-feministischen, ökologischen und Solidarwirtschaftsprojekten [source: rls-linkes-organizing]. Die zitierte zeitgenössische Strategiedebatte ist in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, DIE LINKE und Teilen der deutschen Bewegungslinken verwurzelt; der US-Bezug ist Saul Alinskys “Community Organizing” (Alinsky 1989) [source: rls-linkes-organizing].

Der zentrale konzeptionelle Schritt, den das Papier macht, ist die Alinsky-Unterscheidung zwischen organizing und Selbstorganisation: “Ermächtigung im Sinne einer Selbstvertretung von Marginalisierten ist das Ziel. Dabei wird Ermächtigung allerdings explizit organisiert und angestoßen durch politisch geschulte und erfahrene Aktivistinnen. Unter dem Schlagwort leadership building wird die Weitergabe von Wissen und politischen Kompetenzen bewusst organisiert” — Ermächtigung als Selbstvertretung ist das Ziel, wird jedoch explizit von politisch geschulten Aktivistinnen organisiert und angestoßen, mit bewusstem leadership building als Mechanismus des Wissens- und Kompetenztransfers [source: rls-linkes-organizing].

Der empirische Fall ist Berlins “mietpolitische Bewegung” und die Mietrebell-Initiativen: ihre soziale Basis (Mieterinnen-Initiativen), wie sie sich bilden, die Motive der Teilnehmerinnen, die Organisationsstruktur des Protests (“Das soziale Gewebe des Protestes”), die Aktivitätskreise und die Dimension von Kontinuität und Bewegungszyklen. Sanders eigene Autorenbiografie: arbeitet in der Öffentlichkeitsarbeit beim INKOTA-Netzwerk e.V. in Berlin; Schwerpunkte sind marxistische Hegemonie- und Staatstheorie, Transformationsstrategien, soziale Bewegungen, Gesellschaft-Natur-Verhältnisse und Energiepolitik; aktiv bei Attac und Interventionistische Linke [source: rls-linkes-organizing].

Verwendung

Zitieren einer deutschsprachigen linken Analyse der Community-Organizing-Theorie, die in den Berliner Mietbewegungskontext übersetzt wurde; Verwendung des organizing-vs-Selbstorganisation-Rahmens des Sander-Papiers in einer linken Organisierungsstrategiediskussion; Zitieren des INKOTA-Netzwerks als Verbindung zwischen Bewegungsorganisierungspraxis und linken Strategiedebatten in Deutschland.

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Quellen & Verifizierung

  • sources/rls-linkes-organizing — grounding: primary — RAW (≈107 KB; vollständiger PDF-Text über rosalux.de — Online-Publikation 17/2017, ISSN 2567-1235, Redaktionsschluss August 2017)

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