Edward Bernays
Zusammenfassung
Edward Bernays (1891–1995) war ein österreichisch-amerikanischer Pionier der Public-Relations-Branche; Neffe von Sigmund Freud; Autor von Propaganda (1928) und Crystallizing Public Opinion (1923). Sein Werk gilt als umstrittener Begründer der modernen Meinungsbeeinflussung und ist sowohl die Quelle des praktischen Handwerks der Botschaftsgestaltung als auch der warnende Bezugspunkt für jede Reflexion über die Ethik der Meinungsarbeit.
Kernidee in diesem Wiki
- Das Wiki dokumentiert Bernays der Vollständigkeit halber – er ist der historische Vorfahre des modernen Überzeugungshandwerks und die warnende Figur für jede Reflexion über die Ethik der Meinungsbeeinflussung framing-and-narrative; die Referenzliste von civil-resistance 2.0 behandelt die Propaganda der Bernays-Ära als den umstrittenen historischen Vorläufer des zeitgenössischen Überzeugungshandwerks [source: civil-resistance-2-0].
- Die Konzeptseite framing-and-narrative stützt sich auf Bernays’ Formulierung des engineering of consent als historischen Vorläufer; der zeitgenössische Praktiker-Kanon unterscheidet engineering of consent (eine Rahmung der Bernays-Ära) von message discipline (einer zeitgenössischen Rahmung).
- Der Beitrag von Crystallizing Public Opinion zur Tradition der Meinungsforschung untermauert die Konzepte audience-segmentation und research-methods des Wikis.
- Die Konzeptseite political-consulting-ethics des Wikis zitiert Bernays als warnende Figur für die Ethik der Meinungsarbeit: Jeder zeitgenössische Praktiker, der Bernays’ Handwerk anwendet, muss dies im Rahmen der Berufsverbandsethik tun, nicht im Rahmen des engineering of consent.
Warum Kampagnenmacher ihn lesen
Kampagnenmacher lesen Bernays mit zwei Augenpaaren. Auf der einen Seite: Crystallizing Public Opinion (1923) und Propaganda (1928) sind die Gründungsdokumente des Public-Relations-Handwerks – das heißt, sie sind die historische Aufzeichnung dessen, wie bewusste Meinungsbeeinflussung aussieht, wenn sie von einer eigenen Berufsklasse praktiziert wird, und sie bleiben die Referenz des Wikis für den praktischen Werkzeugkasten von framing-and-narrative, audience-segmentation und research-methods [source: civil-resistance-2-0]. Auf der anderen Seite: Bernays’ Formel des engineering of consent ist der wichtigste warnende Bezugsrahmen des Wikis in political-consulting-ethics – es ist der historische Name für das, was zeitgenössische Praktiker message discipline nennen, aber die Bereitschaft der älteren Rahmung, die Öffentlichkeit als Zielobjekt professioneller Manipulation zu behandeln, hat im zeitgenössischen Ethikrahmen, den das Wiki vertritt, keinen Platz. Das Wiki stellt Bernays zusammen mit george-lakoff und anat-shenker-osorio als die drei Referenzen in der historisch-theoretischen Linie von Framing und Narrativ dar, und mit robert-cialdini als dem zeitgenössischen Pendant aus der Psychologie der Überzeugung.
Verwandte Themen
- framing-and-narrative
- public-narrative
- audience-segmentation
- targeting-and-messaging
- political-consulting-ethics
- research-methods
- thinkers/george-lakoff
- thinkers/anat-shenker-osorio
- thinkers/robert-cialdini
Mehr erfahren
- Auf Wikipedia: Edward Bernays – CC BY-SA 4.0
Offene Fragen
- Die Rahmung des engineering of consent ist im zeitgenössischen Praktiker-Kanon umstritten; das Wiki behandelt sie als historisch und nicht als eine aktuelle Praktiker-Disziplin.
Quellen & Verifizierung
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