Steven Lukes
Zusammenfassung
Steven Lukes ist ein britischer Politiktheoretiker und Professor an der New York University; Autor von Power: A Radical View (1974, 2005), in dem er die drei Gesichter (oder Dimensionen) der Macht entwickelte: das erste Gesicht (Entscheidungsmacht – wer gewinnt bei sichtbaren Themen), das zweite Gesicht (Agenda-Setting-Macht – wer entscheidet, welche Themen entschieden werden) und das dritte Gesicht (Präferenzformungsmacht – wer die Wahrnehmung der eigenen Interessen anderer prägt).
Kernidee in diesem Wiki
- Das Drei-Dimensionen-Rahmenwerk ist das, worauf power-mapping und stakeholder-analysis aufbauen, wenn sie sichtbare Konflikte von unsichtbarer Präferenzformung unterscheiden: Eine Kampagne, die nur die Macht des ersten Gesichts kartiert, übersieht die Agenda-Setter und die Präferenzformer; das Tectónica-Organising-Netzwerk behandelt das Drei-Dimensionen-Rahmenwerk als das Standard-Analysewerkzeug für die Machtanalyse in der internationalen Entwicklung [source: tectonica-organising-network].
- Lukes’ drei Gesichter der Macht untermauert das power-analysis-Konzept des Wikis als die diagnostische Disziplin, die benennt, mit welchem Gesicht die Kampagne interagiert.
- Das Konzept des dritten Gesichts – dass die mächtigsten Akteure in jedem System diejenigen sind, die die Präferenzen anderer ohne deren Bewusstsein formen – ist die analytische Begründung für das framing-and-narrative-Konzept des Wikis: Jede Kampagne, die es versäumt, den Rahmen zu prägen, überlässt dem Gegner das dritte Gesicht der Macht.
- Die Lukes-Gaventa-VeneKlasen-Miller-Linie (siehe thinkers/john-gaventa, thinkers/veneklasen-miller) ist die primäre Machtanalyse-Linie des Wikis.
Warum Kampagnenmacher ihn lesen
Kampagnenmacher lesen Steven Lukes, weil Power: A Radical View (1974, erweitert 2005) der power-analysis-Tradition ihr am häufigsten zitiertes Drei-Gesichter-Diagnostikum liefert: das erste Gesicht (Entscheidungsfindung), das zweite Gesicht (Agenda-Setting) und das dritte Gesicht (Präferenzformung) [source: tectonica-organising-network]. Eine Kampagne, die nur das erste Gesicht kartiert, übersieht die Agenda-Setter und die Präferenzformer, die in der Regel die mächtigeren Akteure sind. Das Wiki verwendet Lukes in power-mapping als die analytische Tiefe unterhalb der standardmäßigen eindimensionalen Stakeholder-Karte, in framing-and-narrative als das Diagnostikum dafür, warum der Rahmen der Botschaft auf der Ebene der Präferenzformung wichtig ist. Das Wiki paart Lukes mit john-gaventa und veneklasen-miller als den Drei-Denker-Kanon der Machtanalyse.
Verwandt
- power-mapping
- power-analysis
- stakeholder-analysis
- framing-and-narrative
- strategy
- research
- thinkers/john-gaventa
- thinkers/veneklasen-miller
- thinkers/george-lakoff
Mehr erfahren
- Auf Wikipedia: Steven Lukes — CC BY-SA 4.0
Offene Fragen
- Das Rahmenwerk der drei Gesichter der Macht wird seit 1974 in der Politiktheorie angefochten; das Wiki behandelt es eher als nützliches Diagnostikum denn als gesicherte empirische Behauptung.
Quellen & Verifizierung
- [power-a-radical-view](sourcing target — source page pending) — Primärwerk, Link-only
- [lukes-power-3d](sourcing target — source page pending) — Sekundärreferenz
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